Herkunft des Brautstrausses

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Habt ihr euch schon einmal überlegt, wieso die Braut bei der Hochzeit einen Strauss trägt? Woher kommt eigentlich dieser Brauch? Diese Frage habe ich mir auch gestellt und habe für euch ein Bisschen nachgeforscht. Eins kann ich euch schon zu Beginn verraten, das ist schon ziemlich lange her. Hier beginnt die Geschichte. Macht euch auf etwas gefasst, die Story ist nicht allzu romantisch...

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, vor ungefähr 615 Jahren, in der Zeit der Rennaissance. Damals war der Zweck des Brautstrausses ein ganz praktischer. So bestand er hauptsächlich aus stark duftenden Kräutern wie Rosmarin, Salbei, Myrrhe und duftenden Rosen, es waren also reine Duftsträusse. Der Grund dafür war, dass mangels Körperhygiene der vielen Gäste und starkem Einsatz von Weihrauch in der Kirche wortwörtlich dicke Luft herrschte. Um die Braut vor einem Ohnmachtsanfall zu bewahren, wurden diese aromatischen Sträusse getragen. Ein weiterer Grund des starken Duftes war, dass man glaubte, er würde böse Geister vertreiben und vor der Pest schützen. War die Braut noch Jungfrau, mischte man Myrte bei, war es bereits die zweite Hochzeit, waren Orangenblüten tradition.

Ausserdem wurde es so gehandhabt, dass der Bräutigam den Strauss für die Braut auswählte, und er oder der Brautvater ihn ihr vor dem Traualtar überreichte. Ich kann mir kaum vorstellen, welche Braut diese wichtige Entscheidung heutzutage noch ihrem Zukünftigen überliesse... Es ist zwar äusserst romantisch, den Strauss vom ehrenwerten Mann überreicht zu bekommen, da aber heutzutage meist die Frau punkto Dekoration die Hosen anhat, denke ich kaum, dass sie diesen wichtigen Punkt freiwillig abgeben würde.

In der heutigen Zeit gilt der Brautstrauss allein der Zierde, umso wichtiger ist dessen ästethischer Wert. So wird meist ein Gesamtkonzept entwickelt, in welchem alle Aspekte, die ein Fest ausmachen, aufeinander abgestimmt werden. Vom Brautschuh bis zur Haarblume passt alles zusammen. Der Brautstrauss unterliegt heutzutage genauso dem Trend wie viele Hochzeitsaccessoires auch

Was im Moment sehr hype ist, sind wilde, üppige, grosse Sträusse, welche aussehen, als wären sie gerade ganz zufällig gepflückt worden. Dem Hippie, Vintage, Boho Stil entsprechend. Wunderschön. Mir gefällts sehr, sehr gut.

Trend hin oder her, der Strauss muss zur Braut passen und ebenso traumhaft kann ein schöner runder Wildrosen- oder ein kleiner feiner und verspielter Frühlingsblumenstrauss aussehen. Ich finde Stil und Trend darf inspirieren, nicht aber dominieren. Es gibt so viele Möglichkeiten an Farben, unzähligen Blumensorten, Düfte und Formen. Ich finde, da soll aus dem Vollen geschöpft werden! So unterschiedlich Menschen sind, so vielfältig sollten die Blumen sein. Bräute, lasst euch inspirieren, atmet den Duft der Blüten ein, berührt die Struktur der Blumenblätter, sind sie weich, samtig, behaart, glatt oder stachlig? Was strahlen sie aus? Sind sie demütig wie die Akelei oder die Küchenschelle, stolz wie die Rose, anmutig wie das Veilchen, zart und zerbrechlich wie die Jungfer im Grünen? Welche Blume spricht dich an? Welche weckt deine Sinne?

Wenn Miriam Hans Blumen in die Hand nimmt, taucht sie in eine andere Welt ein. Mit Blumen lassen sich ganze Lebens- und Liebesgeschichten erzählen: Die weisse Lilie steht für Reinheit des Herzens. Die Rose, als Königin der Blumen, für die wahre Liebe.

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